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[Film-Rezension] Bob, der Streuner

© Concorde Filmverleih GmbH

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Seit dem 12. Januar 2017 läuft der weltweite Buch-Bestseller „Bob, der Streuner“ von James Bowen nun endlich auch in den deutschen Kinos. Ich habe ihn mir bereits angesehen und möchte nachfolgend meinen persönlichen Eindruck dazu schildern.

Regie: Roger Spottiswoode
Drehbuch: Tim John, Maria Nation
Darsteller: Bob, Luke Treadaway, Ruta Gedmintas, Joanne Froggatt, Anthony Head
Soundtrack: David Hirschfelder
Produzent: Adam Rolston
Start: 12. Januar 2017 (1 Std. 43 Min.)

Inhaltsangabe:

Das Letzte was James (Luke Treadaway) gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich von Tag zu Tag als Straßenmusiker durch und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Und jetzt auch noch das: Als er eines Abends einen abgemagerten, verletzten Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Obwohl knapp bei Kasse beschließt er, den aufgeweckten Kater aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, James zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Für James ist nichts mehr wie es war. Bob und er werden unzertrennliche Freunde und James findet Dank Bob nach und nach den Weg zurück ins Leben…

© Concorde Filmverleih GmbH

Trailer:

Weiterführende Links:


Meine Meinung zum Kinofilm

Eines vorweg: Nachfolgende Bücher aus der „Bob-Reihe“ befinden sich schon lange in meinem Besitz. Ich muss dazu aber leider anmerken, dass ich bisher lediglich Band 1 (welcher jetzt verfilmt wurde) gelesen habe:

  • Bob, der Streuner. Die Katze, die mein Leben veränderte. Bastei Lübbe, Köln 2013, ISBN 978-3-404-60693-1.

  • Bob und wie er die Welt sieht. Neue Abenteuer mit dem Streuner. Bastei Lübbe, Köln 2014, ISBN 978-3-404-60802-7.

  • Ein Geschenk von Bob. Ein Wintermärchen mit dem Streuner. Bastei Lübbe, Köln 2014, ISBN 978-3-404-60846-1.

Es fehlen mir also noch diese Exemplare, die ich mir auf jeden Fall noch zulegen werde:

  • Alle lieben Bob. Neue Geschichten vom Streuner. Boje, Köln 2015, ISBN 978-3-414-82430-1.

  • Bob der Streuner – Das ist meine Geschichte. Boje, Köln 2014, ISBN 978-3-414-82395-3.

  • Bob der Streuner – Das Buch zum Film. Bastei Lübbe, Köln 2016, ISBN 978-3-404-60934-5.

Nachdem ich also das Buch – und somit die eigentliche Handlung des Filmes – schon kannte, war mir bewusst, dass bei mir das ein oder andere Tränchen auf jeden Fall fliessen würde. Und ich behielt Recht, denn mit  „Bob, der Streuner“ ist dem Regisseur  Roger Spottiswoode (James Bond – Der Morgen stirbt nie) ein absolut emotionales Werk gelungen, bei welchem meine Gefühle wortwörtlich „Achterbahn fuhren“. Auch wenn einige Handlungen mehr oder weniger vom Buch abweichen, kann ich nicht behaupten, dass die Verfilmung nun schlechter als das Buch ist (wie es leider bei vielen Kinofilmen vorkommt).

Die schwierige Lebenssituation von James Bowen – der Kampf gegen die Drogen, die Suche nach einem warmen Schlafplatz und letztendlich auch nach dem täglichen Brot – wurde mir damit nun auch bildlich sehr gut vor Augen geführt. Nach Fortschritten (wie bspw. die eigene Wohnung) folgten Niederlagen und ich habe regelrecht mit James und seinem Freund Bob mitgelitten. Auch wenn man mein Leben keinesfalls mit dem von James Bowen vergleichen kann, so fand ich bereits in dem Buch zahlreiche Parallelen, weil es in der Geschichte letztendlich einfach darum geht, auch schwierige Zeiten zu meistern. Ob nun als Obdachloser oder in anderen schwierigen Lebenssituationen. Selbst wenn man denkt, dass jeder Schritt gerade falsch ist, weil es weder nach Vorne noch nach Hinten weiter zu gehen scheint und einem Menschen im Rücken liegen, die es einfach nicht gut mit Einem meinen.

Letztendlich verdankt es James Bowen einzig und allein seinem tierischen Freund Bob, dass er heute da steht, wo er steht und sein altes Leben komplett hinter sich gelassen hat.

Auch wenn ich zunächst schon etwas traurig war, dass nicht der echte James im Kinofilm mitwirkt, so hat mich der britische Hauptdarsteller Luke Treadaway (Attack the block) absolut vom Gegenteil überzeugt. Keiner hätte James Bowen besser verkörpern und seine Geschichte nachspielen können. Das I-Tüpfelchen war für mich aber, dass Bob sich selbst schauspielern durfte. Ich glaube, irgendwo gelesen zu haben, dass lediglich für gewisse „Stuntszenen“ andere Katzen zum Einsatz kamen.

Bei der Szene am Ende des Filmes, in dem James Bowen und Bob ihre erste, große Autogrammstunde geben, kommt dann auch der echte James als Fan vorbei und lässt sich von den Beiden ein Buch signieren.

Fazit:

Ein Film – Nicht nur für Katzenfans!

Bob, der Streuner bestätigt mich in meiner Einstellung, trotz diversen Enttäuschungen auch weiterhin ein hilfsbereiter und warmherziger Mensch zu bleiben, der nicht weg schaut, wenn Andere in Not sind und nicht nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist.

Sobald es meine Zeit (und Muse) zulässt, werde ich auch die anderen Bücher noch lesen. Und vielleicht gibt es ja auch im Kino noch einen weiteren Teil…(?) Das würde mich riesig freuen!


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Kategorie: Literatur, Produkte im Test

von

Nadine

Kimbi & Enny ~ zwei Katzenmädels ~ schnurren hier aus dem Nähkästchen über all' das, was Katz' & Dosenöffner so beschäftigt. Über ein Abo unseres Blogs würden wir uns sehr freuen.

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